Menschen und Hunde als Team
Nach vielen Übungsstunden in diesem Jahr haben die Hundesportler des Boxer-Klubs Uelzen zum Jahresende auf Prüfungen, Wettbewerben und Vorführungen ihren Leistungsstand demonstriert. In der Gruppe Winsen hat Christine Lepel mit ihrem Border-Collie Malty die Fährtenhundprüfung I bei Sturm und strömendem Regen auf total durchgeweichtem Acker bestanden. Elke Willhöft hat ihren Golden Retriever Luke auf der gleichen Veranstaltung mit Erfolg im Fährtenteil der Vielseitigkeitsprüfung für Gebrauchshunde (FPr 3) geführt.
Aus der Agility-Abteilung haben Kerstin und Rüdiger Jobs mit ihren Hündinnen Maja und Bonny auf Turnieren in Hamburg ihre ersten Podestplätze erkämpft. Beim Weihnachtsreiten des Reit- und Fahrvereins Uelzen in der Reithalle an der Eschemannstraße hat die Agilityabteilung mit einer rasanten Vorführung die Zuschauer begeistert. Vom Zwergschnauzer bis zum Golden Retriever zeigten 12 Hundeführerinnen mit ihren Vierbeinern, dass zum Agility nicht nur ein wendiger, sportlicher Hund gehört, sondern auch Grundgehorsam, nachgewiesen durch eine Begleithundeprüfung, Voraussetzung zur Teilnahme an Wettbewerben ist.
Diesen Grundgehorsam sowie Sozialverträglichkeit mussten die Hunde demonstrieren, die sich bei Frost und Schnee auf dem Übungsgelände an der Nordallee zur Prüfung zum VDH-Hundeführerschein eingefunden hatten. Vor 10 Jahren hat der Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) den Hundeführerschein ins Leben gerufen und das Regelwerk dafür aufgestellt. In den Mitgliedsvereinen des VDH wurden inzwischen über 4000 Ausbilder und über 1000 Prüfer geschult und lizensiert. Nur sie dürfen Kurse leiten und Prüfungen abnehmen. Damit wird ein einheitlicher Standard erreicht. Der VDH-Hundeführerschein wird von den Behörden aller Bundesländer als Sachkundenachweis anerkannt und berechtigt z. B. zur Befreiung von der allgemeinen Leinenpflicht (in einigen Bundesländern vorgeschrieben). Einige Kommunen gewähren für diese geprüften Hunde auch Steuerermäßigungen.
Der Boxer-Klub Uelzen verfügt über drei lizensierte Ausbilder und einen Prüfer. In jedem Jahr wird mindestens ein Kurs angeboten. Und so stellten sich 7 Hundeführerinnen dem Leistungsrichter Gerhard Fricke aus Wiesmoor. Im Theorieteil zeigten sie sich bestens vorbereitet mit einem umfassenden Wissen aus allen Bereichen der Kynologie. Im Gehorsamsteil auf dem Übungsgelände konnte eine Hündin das Prüfungsziel nicht erreichen. Sie zog es vor, anstelle der Freifolge über den Platz zu toben und die Kommandos ihrer Chefin zu ignorieren. Auf die Sozialverträglichkeit in Alltagssituationen wird bei der Prüfung zum VDH-Hundeführerschein besonders geachtet. Leistungsrichter Fricke hatte wieder den Hundertwasserbahnhof auserkoren, um die Hunde belastenden Situationen auszusetzen. Hier zeigten sic ahlle nervenstark und unbeeindruckt von den vielen Menschen, Radfahrern, Inline-Skatern, Lärm und Zügen. Nach 4 Stunden Prüfungsstreß konnten Kursleiterin Elke Willhöft und Leistungsrichter Fricke die begehrten VDH-Hundeführerscheine überreichen an: Dagmar Hillmer mit Oskar, Jeannette Willner mit Knudson, Catharina Grassau mit Jessy, Martina Boe-Lange mit Dina, Frauke Zindler mit Findus und Elsa-Josina Schulz mit Jule.